Was heißt Y2K bei Kleidung?
Y2K Kleidung meint Mode aus der Zeit um das Jahr 2000. Laut der Wiener Wochenzeitung Falter ist Y2K die englische Abkürzung für „Year Two Kilo“ und beschreibt das Lebensgefühl um die Jahrtausendwende.
Was damals angesagt war, zählt Falter gleich mit auf: Labelmania, Streetwear, Bling-Bling und bauchfreie Tops. Diesen Stil recycle die Modeindustrie gerade groß, schrieb die Zeitung 2022. Wer online einen Y2K Shop sucht, landet deshalb oft bei Neuware im Look von damals. Bei uns liegen hier nur Vintage Y2K Teile, die es um 2000 schon gab.
Welche Modetrends gab es in den 2000er Jahren?
Silber, Neon und glänzende Kunststoffe. Silber und Metallic waren laut GQ die dominantesten Farben der Ära. Dazu kamen kräftige Neons wie Pink, Grün und Orange und Pastelltöne wie Babyblau, Mint und Lila.
Den Look prägten synthetische, glänzende Stoffe wie PVC, Vinyl und metallisch beschichtete Materialien. Auch transparente Stoffe wie Mesh waren allgegenwärtig, schrieb GQ-Autorin Manuela Hainz im März 2026. Farbe und Stoff zeigen dir also den Look.
Woran erkennst du ein echtes Y2K-Teil?
Am Etikett, nicht am Look. Es zeigt, wer ein Teil gemacht hat, wo es genäht wurde und für welche Länder. Ein Jahr lesen wir daraus nicht ab.
Ein oranger Sweater von Nike Vintage mit „Texas“ auf der Brust trug im Nacken ein schwarzes Etikett mit rotem Swoosh-Feld und dem Wort „Team“. Darunter stand „Made in Korea“. Das Pflegeetikett wiederholte das auf Englisch, Französisch und Spanisch und nannte 80 % Baumwolle und 20 % Polyester.
Auf diesem Pflegeetikett standen außerdem eine RN- und eine CA-Nummer. Die RN vergibt die US-Handelsbehörde FTC an Personen und Firmen mit Sitz in den USA, sie ersetzt auf dem Etikett den Namen. Die CA-Nummer ersetzt Name und Anschrift. Laut kanadischer Wettbewerbsbehörde bekommen sie nur kanadische Hersteller, Importeure und Händler.
Beide Nummern trug auch eine schwarze Jacke von Vintage Diesel. Ihr Etikett sagte „Made in India“ und nannte die Website der Marke. Auf dem Pflegeetikett folgten eine Adresse von Diesel Japan in Osaka und „Para Espana“ mit Diesel Iberia.
Seit wann gibt es welche Pflegesymbole?
Das hängt vom Markt ab, für den ein Teil genäht wurde. Zwei Stichtage helfen beim Einordnen: der 1. Juli 1997 in den USA und der 1. Dezember 2016 in Japan.
Ihre Regel für Pflegeetiketten erließ die US-Handelsbehörde FTC am 9. Dezember 1971. Bis Mitte 1997 durften Symbole dort nur zusätzlich zu Worten stehen. Seit dem 1. Juli 1997 erlaubt die FTC die Symbole des Standards ASTM D5489 statt Worten. In den ersten 18 Monaten musste dazu eine Erklärung für die Kunden beiliegen. Ein US-Etikett nur mit Symbolen spricht also für die Zeit nach Mitte 1997.
Die internationale Norm für Pflegezeichen, ISO 3758, gibt es laut japanischer Regierung seit 1991. Japan hatte dagegen eine eigene Norm, JIS L 0217, mit sechs Gruppen von Zeichen, eine davon nur fürs Auswringen. Sie galt für Etiketten bis zum 30. November 2016. Danach kam JIS L 0001 nach internationalem Vorbild, die Temperatur beim Bügeln zeigen dort Punkte.
Die schwarze Diesel-Jacke von oben trug so ein altes Etikett. Neben der Anschrift von Diesel Japan saß ein durchgestrichenes Zeichen fürs Auswringen, im Bügeleisen stand „低“ statt Punkten, im Waschbottich „弱“ und „30“. Nach der alten Norm heißt das: höchstens 30 Grad, schwacher Waschgang oder sanfte Handwäsche, bügeln bei niedriger Temperatur. Ein Baujahr ist das nicht, aber eine Grenze nach oben.
Welche Schnitte hatten Y2K Jeans und Hosen?
Tief sitzend oder locker. FashionUnited ordnet die Low-Rise-Jeans den frühen 2000ern zu, die Crop-Tops davor den späten 1990ern. Mit dem Dotcom-Boom kamen laut dem Fachportal auch Allover-Denim und lockere Schnitte auf.
Denim gehörte laut GQ dazu, oft in hellen Waschungen oder mit Verzierungen. Cargohosen zählt das Magazin zu den typischen Teilen des Stils. Jeans findest du bei den Vintage Jeans.
Wie sehen Y2K Trackpants im Original aus?
Unsere Hosen von Nike aus der Zeit waren weit und glatt, mit Paspel an der Seite und Reißverschluss am Saum.
Im Bund saß jeweils ein graues Nike-Etikett, einmal mit „Made in Bangladesh“, einmal mit „Made in Indonesia“. Daneben hing ein langes Etikett: „Keep away from fire“ in vielen Sprachen, von Französisch bis Türkisch. Dazu kam die Anschrift von Nike European Operations Netherlands in Hilversum. Mehr davon findest du bei den Vintage Trackpants.
Neues 2000er Vintage kommt regelmäßig dazu, die Marken wechseln. Bedruckte Shirts aus der Zeit findest du bei den Vintage Graphic Shirts, Pullover bei den Vintage Sweater & Hoodies. Ältere Teile findest du bei der 90er Jahre Kleidung, Designer-Stücke im Designer Vintage.